Weißer oder grüner Spargel?

Sandy veranstaltet gerade auf ihrem Blog eine Blogparade zum Thema Spargelzeit.

Was ist eine Blogparade?

Ein Blogger definiert ein Thema, wie hier die Spargelzeit und ruft anderer Blogger zum bloggen über dieses Thema auf.

Was ist der Sinn einer Blogparade?

Viele Blogger schreiben über ein Thema. Es ensteht eine Sammlung unterschiedlichster Ansichten.

Was bringt eine Blogparade dem Leser?

Ein große Vielfalt an Meinungen und Stimmungen zu einem bestimmten Thema.

Sandy, welche die Blogparade ausgelobt hat, mag übrigens gar keinen Spargel! Umso erstaunlicher finde ich es, dass sie zu diesem Thema angeregt hat!

Ich selber mag Spargel sehr 😉

Allerdings muß es frischer Spargel sein. In Gläsern eingelegter oder gefrorener Spargel hat mich bisher im Aroma nicht überzeugen können. Am besten frisch vom Feld. Wir haben hier im Remstal das Glück, dass auf dem Schmidener Feld Spargel angebaut wird.

Wenn Spargelzeit ist, bevorzuge ich den heimischen. Meist wird bei uns auch Spargel aus Bruchsal und Bayern angeboten. Der Bruchsaler ist mir meist zu dick! Ich weiß, manche sogenannte Spargel-Experten schätzen genau diese fetten saftigen Spargelstangen.

Ich bevorzuge lieber die schlankeren weißen Spargelstangen. Und wenn diese noch ein leicht violettes Köpfchen haben schmecken die Spargelspitzen aromatischer. Aber auch da streiten sich manche Spargelexperten. Die Puristen werden weiße Spargelspitzen favorisieren.

Weißer Spargel

Weißer Spargel

Scheinbar entspricht mein Spargelgeschmack dem regionellen Produkt?

Ach ja, Spargel gibt es auch in grün. Beim weißen Spargel wird Erde aufgehäuft, damit die jungen Triebe kein Licht bekommen. Beim grünen Spargel spart man sich diesen Aufwand. Da wachsen die Sprosse dem Licht der Sonne entgegen und werden durch die Photosynthese wie die meisten Pflanzen grün.

Weißer Spargel schmeckt feiner. Zumindest guter Spargel. Grüner Spargel schmeckt aromatischer. Oft hat er ein nussiges Aroma.

Ich mag beide. Mir fällt es oft schwer mich zu entscheiden!

Zu weißen Spargel mache ich keine Sauce Hollandaise. Ich mag es da meist schlichter und einfacher. Etwas Olivenöl extra Vergine ist mir da lieber. Hat weniger Kalorien und schmeckt mit Pamesan-Raspeln richtig lecker. Dazu gibt es ein saftiges und angebratenes Kalbfleisch. Filet passt sehr gut. Hühnerbrust oder Lachs schmeckt auch sehr gut.

In einer Zubereitung gehört grüner Spargel seit zwei Jahrzehnten zu meinen Leibgerichten!

Grüner Spargel

Grüner Spargel

Bei ganz frischen Spargel die Enden knicken bis sie brechen. Danach mit einem Sparschäler nur an den Enden ein paar Zentimeter schälen. In einer Pfanne Walnusöl erhitzen. Den Spargel darin in einigen Minuten anbraten, bis er Farbe bekommen hat. Danach auf einem saugfähigen Papierküchentuch den Spargel abtropfen lassen. Auf Tellern servieren und Parmesan darüber streuen oder raspeln. Dazu passt Baguette, Ciabatta oder anderes Weißbrot hervorragend.

Gebratener grüner Spargel mit Parmesan

Gebratener grüner Spargel mit Parmesan

Ein echter Schmackofatz!

Durch das anbraten mit Walnusöl wird das typische Aroma vom grünen Spargel noch verstärkt. Der Parmesan sorgt mit seiner Würze für den letzten Pfiff. Ein sehr einfaches aber geniales Rezept aus Italien.

Aus Spargel lassen sich auch leckere Saucen machen!

Lachs mit Pfeffer und grünen Spargel

Lachs mit Pfeffer und grünen Spargel

Auf dem obigen Gericht habe ich zu dem angebratenen Lachs aus 500 g grünen Spargel, den Spargel in 3 Minuten vorgekocht. Danach werden die Spargelspitzen in gleichen Längen abgeschnitten. Diese werden wieder in Walnusöl angebraten. Die restlichen Spargelstangen werden in einem Küchenmixer oder Küchenmaschine mit Petersilie oder anderen grünen Kräutern und Creme fraiche zu einer sämigen Sauce gemixt. Geht schnell und schmeckt sehr gut.

Auf die Spargelzeit freuen sich viele Menschen. Frischer Spargel schmeckt eben frisch am besten. Da es nach der Spargelzeit keine vergleichbare Qualität gibt, ist nach 9-10 Monaten Spargeabstinenz die Freude auf den neuen frischen Spargel logischerweise sehr groß.

Kauf und Lagerung von Spargel?

Beim Kauf achte ich ob die Schnittstellen noch saftig sind. Wenn diese bereits trocken sind, darf man mehr abschneiden und der Spargel ist nicht ganz frisch. Meist stammt er dann vom Vortag oder wurde nicht optimal gelagert. Beides reduziert Aroma und reduziert die Genußmenge.

Nach dem Kauf lagere ich den Spargel im Kühlschrank. Dazu wird er in ein nasses Küchentuch gewickelt und darin im Kühlschrank bis zum Verzehr gelagert. Das nasse Tuch verhindert das Austrocknen. Spargel verarbeite ich immer am Tag des Kaufes. Nur so kann er frisch genossen werden.

Wie kocht man Spargel?

Logisch im kochenden Wasser. Ich tue noch eine Prise Salz, Zucker, einen Schuss Essig und etwas Butter dazu. Alle vier Komponenten heben das Aroma von Spargel. Sozusagen natürliche Geschmacksverstärker.

Wie lange kocht man Spargel?

Da gibt es keine pauschale Antwort. Die Dicke der Spargelstangen ist ein Kriterium. Die Art des Kochgefäßes und was für eine Kochplatte man verfügbar hat, spielen alles eine Rolle.

Ich verwende inzwischen einen Spargelkochtopf. Es geht aber auch im normalen Kochtopf oder in einem langen Bräter. Weißen Spargel koche ich auch Ceran-Herdplatten je nach Dicke etwa 10 – 15 Minuten lang. Ich mag allerdings die Spargelstangen noch etwas bissfest. Wer sie lieber weicher mag, sollte die Kochzeit erhöhen.

Weißer oder grüner Spargel?

Ich mag beide Spargel 😉

Wir kaufen unseren Spargel im regionellen Feinkost-Supermarkt. Dort wird auch der regionelle Spargel in der Saison angeboten. Spargel kommt bei uns nur in der Saison etwa alle 1-2 Wochen auf den Tisch.

Spargel kann sehr vielfältig zubereitet werden.

Habt ihr auch ein Lieblingsgericht mit Spargel?

Über Bernd Schmidt

Ich bin leidenschaftlicher Hobby-Koch und Geniesser wohlschmeckender Speisen und Gerichte. Eine weitere Leidenschaft ist die Fotografie. Als Nebengewerbe vermarkte ich meine Fotografien. Ein fotografischer Schwerpunkt ist die Foodfotografie.

Ein Kommentar zu Weißer oder grüner Spargel?

  1. Sandy says:

    Vielen Dank für deinen tollen Beitrag! 🙂

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Bernd