Rinder-Gulasch mit Roscoff-Zwiebeln

Bereits 2014 habe ich hier im Blog mein Rezept vom Wildgulasch vorgestellt. Je nach Verfügbarkeit der Zutaten habe ich seitdem manches variiert.

Damals habe ich es mit Wildschwein-Gulasch gekocht. Beim Wildschwein sollte man das Gericht mindestens 3-4h im Ofen schmoren lassen, damit das Fleisch zart wird.

Bei Rehfleisch reichen meist 2 1/2 bis 3 Stunden Schmorzeit aus. Und dieses Mal war Rindergulasch im Angebot. Für Rindfleisch reichen meist 2 bis 2 1/2 Stunden Schmorzeit. Das genaue Rezept findet ihr unter dem obigen Link.

Da es zu der Zeit gerade Roscoff-Zwiebeln gab, habe ich da Rezept mit dieser Zwiebelsorte ausprobiert.

Roscoff-Zwiebeln aus der Bretagne

Roscoff-Zwiebeln aus der Bretagne

Die Zwiebelsorte stammt aus der Bretagne und ist eine recht alte Sorte. In der Schifffahrt hat man solche Zwiebeln gegen Skorbut mitgenommen.

Geschnittene Roscoff Zwiebeln

Geschnittene Roscoff Zwiebeln

Bei manchen Infoquellen ließt man, daß diese Zwiebelsorte keine Tränen beim schneiden verursacht. Das ist eine falsche Info. Meine Augen tränen auch beim schneiden dieser Zwiebelsorte. Roh mag ich diese Zwiebe nicht sehr. Da schmeckt sie recht stark nach Zwiebel. Sobald man sie aber erhitzt karamelisiert sie und entwickelt ein recht süßliches und sehr angenehmes Aroma.

Roscoff Zwiebeln anschwitzen

Roscoff Zwiebeln anschwitzen

Grund genug ein Gulasch mal mit dieser französischen Zwiebelsorte zu kochen.

Wildgulasch und Lorbeerblätter

Wildgulasch und Lorbeerblätter

Und wie war das Ergebnis?

Wildgulasch nach 2 1/2 Stunden

Wildgulasch nach 2 1/2 Stunden

Superlecker!

Das Gulasch bekommt einen völlig anderen Geschmack. Es mundet süßlich. Da ich bei dieser Zubereitung einen Teil des Paprikas in scharfer Ausführung verwendet habe, gab es eine ausgleichende leichte Schärfe. Die Süße paßt auch sehr gut zu fast jedem Wildfleisch.

Wenn Roscoff-Zwiebeln angeboten werden, unbedingt einmal ausprobieren. Diese Zwiebelsorte gibt es in der kalten Jahreszeit. In der Sommerzeit ist die Tropea-Zwiebel aus Süditalien eine aromatisch vergleichbare Alternative. Bei der Tropea-Zwiebel bekomme ich beim schneiden selten Tränen 😉

Über Bernd Schmidt

Ich bin leidenschaftlicher Hobby-Koch und Geniesser wohlschmeckender Speisen und Gerichte. Eine weitere Leidenschaft ist die Fotografie. Als Nebengewerbe vermarkte ich meine Fotografien. Ein fotografischer Schwerpunkt ist die Foodfotografie.

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Bernd